Die Patin
Lange bevor es ein Kartell gab, gab es sie. Unsere Patin hat genau das Stück Land bewirtschaftet, auf dem heute unsere Bienenvölker stehen — mit einer Selbstverständlichkeit, die man sich heute mühsam antrainieren muss. Sie hat nie gejammert. Sie hat gemacht. Hart, wenn es sein musste. Liebevoll, wenn es gepasst hat. Sie hat die beiden nie verwechselt.
Hinterlassen hat sie keine Gebrauchsanweisung sondern eine Haltung, die sich bis heute durchzieht: Wer jammert, hat noch nicht genug zu tun. Diese Haltung ist der eigentliche Grund, warum es das Honigkartell gibt.
Die Bosse
Drei Köpfe, eine fixe Idee. Offiziell führen wir das Kartell. Inoffiziell hat die Königin im Stock das letzte Wort, und wir haben früh gelernt, das zu respektieren.
Wir sind keine Influencer, die zufällig Bienen entdeckt haben, und keine Agrardynastie mit Expansionsplänen. Wir sind drei Leute, die gemeinsam entschieden haben, es richtig zu machen — auch wenn „richtig“ heißt, im ersten Jahr nichts zu verkaufen.
Das Manifest
Unsere Völker sind neu. Sie brauchen dieses erste Jahr, um sich aufzubauen, nicht um uns etwas zu liefern. Der Honig, den sie machen, gehört ihnen. Ganz. Ohne Ausnahme.
Ehrenkodex des Kartells, kurz gefasst:
Erst die Bienen.
Dann der Honig.
Keine Ausnahmen, keine Abkürzungen.
